Die Welt in Unordnung – Chancen und Risiken

Unter diesem Titel befasste sich die diesjährige ganztägige sicherheitspolitische Tagung am 12. November 2016 des Studienzentrum Weikersheim mit weltweiten Spannungen und Konflikten. Die Zusammenhänge zwischen Konflikten und ihre Ursachen sowie deren Bekämpfung standen im Vordergrund von fünf Vorträgen und einer ausgiebigen Diskussion.
In seinem Einführungsvortrag spannte der Tagungsleiter, BrigGen a.D. Dieter Farwick den weiten Bogen rund um den Globus. Er stellte heraus, welche Faktoren wesentlich zu dem Entstehen von Spannungen und Konflikten beitragen. Deutschland befindet sich in einer sehr schwierigen  innen- und außenpolitischen Lage
Einige Stichworte: Globale Auseinandersetzung zwischen Sunniten und Schiiten, die zunehmende Kluft zwischen arm und reich – besonders in den USA, die weltweite Verfolgung von Christen, die zunehmende Bedeutung von Kleinkriegen – häufig in Form von Stellvertreterkriegen, die Invasion von Asylsuchenden und Flüchtlingen in Europa – besonders in Deutschland, die Spaltung Europas – durch eine starke Re-Nationalisierung, die sog. Eurokrise und den Brexit, die Weltwirtschaftskrise – besonders in Schwellenländer In Lateinamerika und Afrika , der  transnationaler Terrorismus, negative demographische Entwicklung – besonders in Japan, aber auch in China. Experten gehen davon aus, dass sich die Bevölkerung Chinas in diesem Jahrhundert halbieren wird mit erheblichen Folgen für China selbst, aber auch für die gesamte Welt – besonders für Deutschland, dessen Wirtschaft heute sehr stark von der Stabilität Chinas abhängig ist.
Die Ungewissheiten über die zukünftige Politik der USA und Russlands.
Konflikte in der Ukraine und im Nahen/Mittleren Osten, die Lähmung der VN und der EU.
Die Folgen des Klimawandels wirken sich in den Weltregionen unterschiedlich stark aus.
Die fortschreitende Digitalisierung bringt Risiken und Chancen auch für Deutschland – wie z.B. die fortschreitende Digitalisierung mit den Schlagworten Internet der Dinge, Industrie 4.0 und smart Technologien, deren Verwundbarkeit und Störanfälligkeit unterschätzt werden.

Die daraus für Deutschland entstehenden Chancen und Gefahren verlangen eine mittel- und langfristig angelegte Politik – keine Politik auf Sicht.

Mir bereitet die mangelhafte staatliche und private Sicherheitsvorsorge vor katastrophenartigen Entwicklungen. Es muss kein Kleinkrieg sein. Es reicht ein flächendeckender Stromausfall für ein paar Tage – wie eine Übung in der Schweiz im Jahre 2014 gezeigt hat.

Der einzelne mündige Staatsbürger fühlt sich häufig ohnmächtig gegenüber der Bewältigung unserer Zukunft. Das Misstrauen gegenüber  der Politik und gegenüber manchen Medien steigt
immens. Bei einer Verschärfung  von internen Spannungen ist der Fortbestand der freiheitlich-demokratischen Grundordnung nicht nur in Deutschland gefährdet.


Sicherheit und Geopolitik

- Sicherheits- und Geopolitik werden in Deutschland stark vernachlässigt

- Sicherheitspolitik ist Chefsache, gesamtstaatliche und ressortübergreifende Politik, die der Sicherheitsvorsorge dient, es fehlt ein nationaler Sicherheitsberater

- Geopolitik befasst sich mit den Gegebenheiten eines Landes – ein Mosaik von Geographie, Lage im Raum, Bevölkerung, Geschichte, Traditionen, Kultur, Ethnien, Religionen, Klima und Topographie.

Geostrategie ist der Versuch, aus den unveränderbaren, geopolitischen Gegebenheiten das Beste für das eigene Land zu machen. Balance von hard und soft power -  smart power

Die Vorträge der fünf Referenten werden in Kurzfassungen in Kürze auf dieser Homepage veröffentlicht.

 

Vortrag von Dieter Farwick, BrigGen a.D. und Publizist

Weltweite  Konfliktherde

Die bereits erwähnten weltweiten Grundströmungen finden sich bei den aktuellen Konfliktherden-

Der derzeitige explosivste Konfliktherd mit der Gefahr eines heißen Krieges befindet sich im Südchinesischen Meer, das China als chinesisches Binnenmeer betrachtet, dort vorhandene Inseln zu militärischen Stützpunkten ausbaut und durch künstlich aufgeschüttete Inseln ergänzt.
Diese aggressive chinesische Politik hat – aus chinesischer Sicht – eine ungewollte Koalition der Anrainerstaaten mit der militärischen Weltmacht Nr.1 USA im Rücken – gegen China. Dazu kommt Japan, das mit China um Inseln im Ostchinesischen Meer streitet.
Die Führung Chinas liegt in den starken Händen von Li Xinping (andere Schreibweise: Xi Linping), der als absoluter Herrscher ungebremst regiert.
Die Probleme Chinas auf dem Weg nach oben sind bekannt: Korruption, Umweltzerstörung, umfassender Anspruch der Kommunistischen Partei, das gebremste Wachstum, die Kluft zwischen arm und reich sowie zwischen Städten und dem Land.
Die Ausmaße der negativen demographischen Entwicklung ist weniger bekannt. Experten rechnet damit, dass sich Chinas Bevölkerung in diesem Jahrhundert halbiert.
Falls dies tatsächlich geschieht, hat dies ungeahnte Folgen für das China der Zukunft und damit für die gesamte Welt.
Der entscheidende Konkurrent für China in der asiatisch-pazifischen Region sind die USA. Es wird sich zeigen, welche Außen- und Sicherheitspolitik der president-elect, Donald Trump, einschlagen wird. Mit seinen Verbündeten in der Region – einschließlich Indien und Japan, haben die USA eine starke Position gegenüber China.
Dieses Jahrhundert wird weiterhin gekennzeichnet sein, von dieser Rivalität. Man kann nur hoffen, dass bestehende und kommende Probleme friedlich gelöst werden können.
Der dritte Global Payer in dieser Region ist Indien, das unter dem Premierminister Modi demographisch China in den nächsten Jahren überholen wird und die Zentralregierung gegenüber den Bundesstaaten stärken wird.
Zu diesem Trio an der Spitze der Weltpolitik gehört Russland nicht – trotz aller Anstrengungen.
Die ambitiöse Außenpolitik von Putin-Russland wird durch die schwache Wirtschaft Russlands nicht durchzuhalten sein besonders dann, wenn sich das russische militärische  Engagement in Syrien und in der Ukraine verlängert. Dabei darf man den verlustreichen Krieg, den Putin-Russland im Kaukasus führt, nicht vergessen.
Die politische Union Europa ist zersplittert, wie der Brexit sowie die unkoordinierte sog. „Flüchtlingspolitik“ - de facto eine illegale Masseneinwanderung“ deutlich zeigen. Die nationalen Egoismen und die unterschiedlichen vitalen Interessen reißen Europa auseinander.
Es fehlen die Staatsoberhäupter, die der Idee Europa neues Leben einhauchen könnten.
In Deutschland hat die AfD in den letzten Landtagswahlen deutliche Stimmengewinne erringen können. Ein großer Erfolg bei den Bundestagswahlen könnte die Parteienlandschaft in Deutschland dramatisch verändern.

Die Bundeswehr: Wehrpflicht oder Freiwilligenarmee?

Einige Lehren aus dem Ersten Weltkrieg
Von DR. HELMUT ROEWER
Ich werde im Folgenden das Thema Wehrpflicht- oder Freiwilligenarmee anhand der Lehren aus dem Ersten Weltkrieg behandeln. Um dies vorwegzunehmen: Ich bin ein strikter Befürworter der Wehrpflichtarmee. Meine Vorliebe für diese Organisationsform entspricht nicht nur unserm geltenden, jedoch weitgehend mutwillig missachteten Recht, sondern meine Überlegungen konzentrieren sich auf den Einsatzwert einer Armee nach innen und außen. Es geht um ihre Kampfkraft. Nun zu den Einzelheiten:

Zu den Lieblingserklärungen der deutschen Militärelite nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg gehörte die Behauptung, die Heimat sei dem unbesiegten Heer in den Rücken gefallen (sog. Dolchstoßlegende). Diese Behauptung wurde gleich nach Kriegsende ausgesprochen. Sie beruhte im Wesentlichen auf dem Umstand, dass, von unbedeutenden Episoden abgesehen, bis zum letzten Tag des Krieges kein feindlicher Soldat seinen Fuß auf deutschen Boden gesetzt hatte. Hinzu kam, dass im November 1918 die endlosen Kolonnen der von der Westfront abrückenden Kampfformationen in leidlich guter Ordnung über die Rheinbrücken zogen, von der Bevölkerung mit Blumen begrüßt.

(gesamter Text im PDF-Dokument)
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Der Nahe und Mittlere Osten – Ein Pulverfass

Von Matthias Hofmann (MA)
Um die Entstehung des sog. „Islamischen Staat“ besser nachvollziehen zu können ist es not-wendig sich zuvor die Entwicklungen in den beiden Staaten Irak und Syrien einmal näher zu betrachten, da diese letztendlich die Voraussetzungen für den sog. „Islamischen Staat“ ge-schaffen haben.

(gesamter Text im PDF-Dokument)
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"Masseneinwanderung und Meinungsfreiheit"

Vortrag mit Vera Lengsfeld am 12. März 2016

Vera Lengsfeld, Bürgerrechtlerin, langjähriges Mitglied des Bundestages und der ersten und letzten frei gewählten Volkskammer der DDR, Trägerin des Aachener Friedenspreises sowie des Bundesverdienstkreuzes, Mitbegründerin des Bürgerbüros für die Verfolgten der DDR-Diktatur, des Gedenkstättenvereins und des Stasigefängnisses Hohenschönhausen, referierte und diskutierte auf der Frühjahrstagung des Studienzentrums Weikersheim zum Thema "Masseneinwanderung und Meinungsfreiheit. Etwa 50 Personen fanden sich auf Burg Lichtenberg in Oberstenfeld ein, um einen Tag vor der Landtagswahl ausgiebig über die aktuelle Politik zu diskutieren. (Ein ausführlicher Bericht folgt) 

 "Die veröffentlichte Meinung hat sich schon lange vor dem September 2015 weit von der öffentlichen Meinung wegbewegt. Silvester 2016 hat nur deutlich gemacht, was seit langem in unserem Land stattfindet, bislang aber von Politik und Medien verschwiegen wurde. Was viele Menschen gedacht, manche auch seit Monaten ausgesprochen haben, ist nun nicht mehr zu leugnen: Merkels Politik der ungebremsten, unkontrollierten Einwanderung führt nicht in das friedliche, bunte Deutschland, durch das diese Leute die beste Demokratie, die es je auf deutschem Boden gab, ersetzen wollen, sondern ins Chaos. Seit Monaten wurde in unserem Land gelogen, dass sich die Balken biegen. Wer es wagte, auf die immer häufiger auftretenden Missstände und Probleme hinzuweisen, wurde an den Pranger gestellt und als rechts und fremdenfeindlich beschimpft." Vera Lengsfeld

"Ungarns Rolle in Europa"

Voller Erfolg für SZW-Symposium in Wien

Am Montag, dem 11. Jänner hielt das Studienzentrum Weikersheim, mit Unterstützung des freiheitlichen Parlamentsklubs, ihr Neujahrssymposium ab. Das Thema lautete "Ungarns Rolle in Europa". So befand sich unter den weit über einhundert Gästen im Palais Epstein auch der Botschafter Ungarns, Dr. János Perényi. Das Podium war mit den Professoren Jost Bauch (Soziologe), Lothar Höbelt (Historiker), Karl Albrecht Schachtschneider (Jurist) und der Abgeordneten Barbara Rosenkranz hochkarätig besetzt.
Der Themenschwerpunkt lag klar auf der aktuellen Asylkrise. Nach dem Lothar Höbelt in seiner gewohnt kurzweiligen Art einen Überblick über die historische Rolle Ungarns in Europa gegeben hatte sprach der bekannte Staatsrechtler Karl A. Schachtschneider zum Thema "Orbán vs. Merkel – Masseneinwanderung aus verfassungsrechtlicher Sicht". In seinen Ausführungen lobte Schachtschneider das umsichtige Vorgehen Orbáns und ging mit der Politik Merkels hart ins Gericht: "Die Souveränität des Volkes verbietet es, die Verantwortung für die Sicherheit und Ordnung aus der Hand zu geben. Staatsorgane, die Sicherheit und Ordnung vernachlässigen, verlieren ihre Berechtigung. Illegaler Aufenthalt von Fremden kann unter keinen Umständen geduldet werden." Die aufschlußreiche Veranstaltung endete mit einer regen Podiumsdiskussion.

Filmbeitrag über das Symposium: https://www.youtube.com/watch?v=WNSAdbxEu_k
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Die sicherheitspolitische Tagung 2015

Waldhotel Stuttgart, am 7. November

Bericht von Dieter Farwick, BrigGen a,D, und Pubizist


Die jährlichen sicherheitspolitischen Tagungen des Studienzentrums Weikersheim haben mittlerweile einen treuen Teilnehmerkreis. Die Verantwortlichen genießen die besondere Atmosphäre eines offenen und engagierten Meinungsaustausches.

Den Auftakt machte der Präsident des SWZ, Herr Professor Harald Seubert, mit seinem engagierten Vortrag zum Thema "Wehrhafte Demokratie – nach innen und außen". Für ihn ist die „wehrhafte Demokratie“ eine Antwort auf die Erfahrungen der Weimarer Republik. Eine funktionierende Gewaltenteilung ist die Voraussetzung für einen elementaren Rechtsschutz, der auf einem anti-totalitären Grundkonsens beruht. Es geht um die Verteidigung der nationalen Kultur und einer kulturellen Selbstachtung. Sie wird getragen von einer Verantwortungsethik – im Gegensatz zu der heute grassierenden Gesinnungsethik. Sein Vortrag gab der Konferenz die philosophische und geschichtliche Tiefe.

BrigGen a.D. Dieter Farwick gab den gewohnten Überblick auf die globalen internationalen Konflikte mit ihren direkten und indirekten Auswirkungen auf das Export – und Importland Deutschland. Als sehr explosiven Konfliktherd bezeichnete er das Südchinesische Meer, wo akute Kriegsgefahr besteht. China betreibt eine aggressive. maritime Politik, in dem es anderen Staaten dort die „Freiheit der Schifffahrt“ verweigert. Diese aggressive Politik hat zu einer von den USA gestärkten Allianz der Anrainerstaaten geführt. Dort genügt ein Funke, um die Explosion auszulösen.

Der Experte für den Nahen/Mittleren Osten, Matthias Hofmann, hat die sehr komplizierte und komplexe dortige Lage mit ihren Facetten anschaulich geschildert. Er hat die sehr unterschiedlichen und gegenläufigen Interessen der „key player“ herausgearbeitet, die einen Ausgleich deutlich erschweren. Seine Schilderung der Rolle des „Islamischen Staates“ und des Eingreifen Russlands zur Unterstützung vom Staatspräsidenten Assad zeigt die Schwierigkeiten auf, eines Ringens nach einer politischen Lösung auf.

Dr. Andrew Denison untersuchte die Frage, wie die NATO auf die vielfältigen sicherheitspolitischen Herausforderungen der Zukunft reagieren kann. Er machte klar, dass insbesondere die osteuropäischen Staaten ihre Mitgliedschaft in der NATO als Garant ihrer territorialen Integrität sehen. Durch Übungen sowie den Aufbau der „NATO-Feuerwehr“ verfolgt die NATO zwei Ziele:
Sie versichert den osteuropäischen Staaten, die sich durch die Politik Russlands bedroht fühlen, ihres Beistands und will Russland deutlich machen, dass ein Angriff gegen ein osteuropäisches NATO-Mitglied als Angriff gegen das NATO-Bündnis mit seinen 28 Mitgliedsstaaten eingestuft und entsprechend beantwortet wird.

Diskussionen im Plenum und in Gesprächen im kleinen Kreis haben die Auseinandersetzung mit den wichtigen sicherheitspolitischen Fragen vertieft.

Zum Schluss der Veranstaltung machte der Präsident, Prof. Dr. Harald Seubert, deutlich, dass die jährlichen sicherheitspolitischen Tagungen ein fester Bestandteil der Veranstaltungen des Zentrums bleiben werden.

Die sicherheitspolitische Tagung 2016 wird am 12. November in Stuttgart durchgeführt.

In welcher Gesellschaft leben wir?

Studienzentrum Weikersheim hielt 38. Jahrestagung ab

Am zweiten Septemberwochenende fand die 38. Jahrestagung des Studienzentrums Weikersheim (SZW) auf dem Stammsitz der Herren von Hohenlohe statt. Das diesjährige Kongreß-Thema auf Schloß Weikersheim lautete: "In welcher Gesellschaft leben wir?"
Nach den Begrüßungsworten des Bürgermeisters Klaus Kornberger, leitete der Soziologe und Vizepräsident des SZW, Jost Bauch in das Tagungsthema ein. Der Journalist und Bestsellerautor Armin Pongs ("In welcher Gesellschaft leben wir eigentlich?") gab einen allgemeinen Überblick über die Gesellschaftsbilder der Moderne, bevor am Folgetag der US-amerikanische Dissertant Darren Beattie die Gesellschaft seines Heimatstaates kritisch unter die Lupe nahm. Einer der prominentesten Redner war der renommierte Systemtheoretiker und Luhmann-Schüler, Peter Fuchs. Seine interessanten und auch launigen Ausführungen zur Gesellschaft aus systemtheoretischer Sicht ließen allerdings nicht wenige des intellektuellen Weikersheimer Stammpublikums fragend zurück. Das änderte sich auch nicht, als Fuchs vorschlug, das SZW solle sich künftig lieber als "erz-modern" bezeichnen und vom Begriff "konservativ" abrücken. Konservativ, oder auch "erz-modern", wurde es dann wieder als der Präsident des SZW, Harald Seubert an das Rednerpult trat. Der rhetorisch beschlagene Philosoph referierte über das antike Gesellschaftsverständnis und schlug dabei auch immer wieder den thematischen Bogen zur aktuellen Masseneinwanderung. Dazu legte er ein leidenschaftliches Plädoyer für den Nationalstaat ab: "Es bedarf nach wie vor des Nationalstaates, denn ein ewiger Friede wird, wie Kant es sagte, nur als freie Föderation von Nationalstaaten entstehen," so Seubert, der betont: "Staatliches Handeln muß seinerseits erkennen, wer seine Freunde, wer seine Gegner sind. Wenn dies nicht mehr klar ist, beginnt die große Verwirrung, lehrt schon Platon."
Die anschließende Podiumsdiskussion wurde von den Zuhörern eifrig dazu genutzt um mit den Referenten über das drängende Thema Asylansturm auf Europa zu diskutieren. Auch die geopolitische Rolle der Vereinigten Staaten wurde thematisiert, ohne jedoch vom Tagungsthema abzudriften.
Nach dem sonntäglichen ökumenischem Gottesdienst in der Schloßkapelle, setzte der Soziologe Volker Kempf mit seinem Referat über Helmut Schelsky und der Frage "ist eine konservative Soziologie möglich?" einen gelungen Schlußpunkt.
Neben den interessanten Vorträgen ist es vor allem das malerische Barockschloß mit den wunderschönen Gärten und das abendliche, fast familiäre Beisammensein in den die Gasthäusern am pittoreske Marktplatz, das den "Geist von Weikersheim" ausmacht. Wer auch einmal bei einem gut Glas Taubertäler Wein mit hochkarätigen Referenten philosophieren möchte, der sollte sich das 2. Septemberwochenende 2016 rot im Kalender anstreichen. Weikersheim ist eine Reise wert.
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Udo Ulfkotte: Pegida und die veröffentlichte Meinung

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 14. März in Stuttgart

Sein aktuelles Buch, "Gekaufte Journalisten", hat es an die Spitzenplätze der Bestsellerlisten geschafft. Wie groß die Kluft zwischen öffentlicher und veröffentlichter Meinung tatsächlich ist, hat Udo Ulfkotte am 14. März auf Einladung des Studienzentrums Weikersheim am Beispiel der Bürgerbewegung Pegida dargelegt.
Über 50 Besucher haben sich eingefunden um den Vortrag des zeitgeistkritischen Autors und ehemaligen FAZ-Journalisten Udo Ulfkotte zu verfolgen und mit ihm zu diskutieren.

"Das Bild, welches Medien und Politiker von den Demonstranten zeichnen, könnte verheerender nicht sein. Rechtspopulisten und dumpfe Wutbürger sind noch die netteren Aussagen, welche man flächendeckend über jene Menschen findet, die sich heute in immer größerer Zahl von Politik und Medien nicht mehr ernst genommen fühlen. […]
Nur etwa jeder Dritte hat noch Vertrauen in unsere "Qualitätsmedien". So haben 63 Prozent der Deutschen beispielsweise kein Vertrauen mehr in die Ukraine-Berichterstattung deutschsprachiger Medien. Nur noch 37 Prozent der Deutschen erkennen das Berufsbild des Journalisten heute noch als vertrauenswürdig an, Tendenz weiter sinkend. Enthüllungen über "gekaufte Journalisten", deren Nähe zu transatlantischen Elite-Netzwerken und gesteuerter Berichterstattung verschlimmern das Bild.
Statt auf ihre Kunden einzugehen, verhalten sich die Journalisten der Leitmedien jetzt allerdings wie die Politiker, ziehen sich vor den aufziehenden Stürmen in ihre Redaktionsstuben zurück und beschimpfen von dort aus politisch korrekt die unzufriedenen Bürger. Auch aus den öffentlich-rechtlichen Anstalten senden mit Zwangsgebühren finanzierte PR-Beamte der Polit-Elite, was von ihnen erwartet wird. Und zwar ebenfalls unbeirrt von der Realität auf der Straße. Auch die Medien haben also wie die Politik offenkundig das Vertrauen weiter Teile der Bevölkerung verspielt." Udo Ulfkotte
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Sicherheitspolitische Tagung am 15.11.2014 in Tübingen

Die Sicherheitspolitische Tagung des Studienzentrum Weikersheim hatte in diesem Jahr die  globalen und regionalen Krisen und Konflikten, die für die innere und äußere Sicherheit Deutschlands von Belang sind zum Thema.

Ein Schwerpunkt war der Konflikt in und um die Ukraine sowie die deutsche Russlandpolitik. Hierzu referierten der Tagungsleiter, BrigGen a.D. Dieter Farwick, der den Teilnehmern einen umfassenden Überblick über die aktuelle weltweite geopolitische Situation verschaffte.

Oberst a.D.Jürgen Kewitsch, früherer Militärattaché in Kiew, Moskau und Prag berichtete ausführlich über den Konflikt in und um die Ukraine und ging auf die jeweiligen Interessen der Konfliktparteien ein.

Einen sehr persönlichen Einblick in die Situation in der aktiven Truppe der Bundeswehr bot Hauptmann Marcel Bohnert. Er war von Juni 2011 bis Januar 2012 Chef einer Infanteriekompanie in der Task Force Kunduz. Während dieser Zeit war er mit seiner Einheit verantwortlich für die Sicherheit im Unruhedistrikt Chahar Darreh. In seinem Vortrag gewährte der junge Offizier sehr persönliche Einblicke in den gefährlichen Alltag deutscher Soldaten in Kunduz und Afghanistan. Der authentische Vortrag umfasste dabei vielfältige Facetten des gefährlichen Einsatzes deutscher Bundeswehrsoldaten am Hindukusch. Marcel Bohnert ging dabei auf die einzelnen Punkte, Ankunft im Einsatzland, körperliche Entbehrungen, Kameradschaft, klimatische Herausforderungen, Zusammenarbeit mit afghanischen Kräften sowie die allgegenwärtige Bedrohung durch versteckte Sprengfallen ein.

Ein Filmbeitrag eines Vortrages zu diesem Thema, den Hauptmann Bohnert an der Universität der Bundeswehr in Hamburg hielt ist hier abrufbar: https://www.youtube.com/watch?v=cwGTWcTvPv0

 

Folgenden Bericht von Taras Maygutiak über die Sicherheitspolitische Tagung hat die Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT am 21. November 2014 veröffentlicht:

Der Krieg klopft an die Tür Sicherheitspolitik:
Eine Tagung des Studienzentrums Weikersheim beleuchtet die Folgen der Ukraine-Krise

Wie sind Krisen, Kriege und Konflikte weltweit einzuordnen? Wie verändert sich das Machtgefüge der Großmächte und mit welchen Herausforderungen und Problemen haben sich die deutsche Sicherheitspolitik und die Bundeswehr in diesem globalen Spiel auseinanderzusetzen? Bei der sicherheitspolitischen Tagung, die das Studienzentrum Weikersheim jedes Jahr Anfang November in Tübingen veranstaltet, wurde in diesem Jahr über die gesamte Bandbreite von globaler Sicherheitspolitik bis hin zu den Schwierigkeiten der Bundeswehr, nach Abschaffung der Wehrpflicht Nachwuchs zu rekrutieren, diskutiert.

Zum Thema „Globale, regionale und nationale Konflikte“ referierte Brigadegeneral a.D. Dieter Farwick. „Die Welt ist in Unordnung geraten. Über mehrere Stationen hat sich eine globale Anarchie entwickelt, in der es keine Macht mehr gibt, die global ihren Willen gegen den Willen des betroffenen Landes durchsetzen kann“, zeichnete General Farwick das Bild der derzeitigen globalen Lage. Trotz relativer Machtverluste seien die Vereinigten Staaten eine „unverzichtbare Weltmacht geblieben“, so Farwick: „Die Global Player sind China, Indien und die USA, wobei Indien noch in diese Rolle hineinwachsen wird.“ China habe auf dem Apec-Gipfel seine Stärke gezeigt, resümierte er. Der Weg an die Spitze habe aber „große Stolpersteine“, lautete Farwicks Einschätzung: Er verwies auf den Spagat, den China vollziehe zwischen Kommunistischer Partei, Marktwirtschaft, Korruption, Rechtsunsicherheit, den Folgen der Ein-Kind-Politik, der Kluft zwischen Arm und Reich, der Kluft zwischen Land- und Stadtbevölkerung sowie angesichts der ungeheuren Umweltzerstörungen.

Folgen der Euro-Krise schlagen durch

„Die Brics-Staaten, die 40 Prozent der Weltbevölkerung repräsentieren, haben an Glanz und Einfluß verloren“, ist sich Farwick sicher. Durch den Konflikt in und um die Ukraine habe sich der wirtschaftliche Niedergang Rußlands beschleunigt. „Brasilien hat das Wirtschaftswunder bereits hinter sich. Südafrika leidet unter internen Problemen“, so der General. Globale Risiken sieht er durch Migration, Terrorismus, Cyber-Attacken durch Staaten und private Unternehmen, Pandemien, Versagen der Vereinten Nationen, gescheiterte Staaten sowie die Verletzung territorialer Integrität. Und wo stehen da Deutschland und Europa? „Europa ist gespalten: die Eurozone kann in der derzeitigen Struktur nicht überleben. Die gemeinsame Währung verhindert flexibles Handeln der Mitgliedsstaaten“, analysierte Farwick. Das größte Sorgenkind sei dabei Frankreich, gefolgt von Italien. „Die sogenannte Euro-Krise hat spürbare Folgen für die Sicherheitspolitik“, stellte der General fest. Für Farwick ist „die aggressive Politik Putin-Rußlands“ eine Bedrohung für Deutschland und Europa. Die Nato bleibe dabei für Deutschland das Sicherheitsbündnis Nummer eins, betonte er. Doch er machte keinen Hehl daraus, daß es um das Bündnis nicht sonderlich gut steht: In den vergangenen Jahren sei die Nato wegen der zu geringen Verteidigungsausgaben und der drastischen Truppenreduzierungen zu einer „Koalition der Willigen und Fähigen“ degeneriert, urteilte er. Und dabei ist es auch um die Bundeswehr nicht gut bestellt.

„Das Heer hat Nachwuchsprobleme“

„Die derzeitige Krise der Bundeswehr – Sinnkrise und Materialkrise – muß überwunden werden“, mahnte Farwick. Die derzeitige politische und militärische Führung des Verteidigungsministeriums sei überfordert. Deutschland brauche einen „Nationalen Sicherheitsberater“ im Kanzleramt, der im Auftrag des „Chefs“ eine langfristig angelegte Gesamtstrategie für äußere und innere Sicherheit entwickle, forderte Farwick. Vorausgesetzt, Politik und Bundeswehr machten sich daran, alles wieder ins Lot zu bringen, dürfte es dennoch ein steiniger Weg sein. Viel Raum nahm der Vortrag „Die Bundeswehr in Afghanistan“ des aktiven Hauptmanns Marcel Bohnert, der an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg lehrt, ein. Dabei führte der 35 Jahre alte Bohnert den Teilnehmern der sicherheitspolitischen Tagung Alltag und Wirklichkeit in der Truppe vor Augen. Er war mehrere Male in Auslandseinsätzen, zuletzt vor drei Jahren in Afghanistan. Er zeigte mehrere Probleme auf, mit denen die Bundeswehr zurechtkommen muß. „Das deutsche Heer hat Nachwuchsprobleme“, sagte Bohnert. Heute werde jeder, der sich melde, aufgenommen. Einig war man sich in Tübingen, daß das auch auf die Aussetzung der Wehrpflicht zurückzuführen ist. Die Gleichgültigkeit der deutschen Gesellschaft gegenüber den Soldaten, insbesondere im Einsatz, macht diesen viel zu schaffen, war einer der Punkte die angesprochen wurden. Genauso: Die Politik fordere, Deutschland müsse seiner Verantwortung in der Welt gerecht werden, gleichzeitig werde von der Führung intern immer die Maßgabe „keine toten Soldaten“ vertreten. Verantwortung ohne Risiko zu übernehmen, funktioniere in der Realität nicht, war der Tenor des einsatzerfahrenen Offiziers. Er beobachtet in der „Generation Einsatz“ in der Bundeswehr einen zunehmenden Vertrauensverlust in die politische und militärische Führung. In „höheren Ebenen“ sei das „Karriere- und Absicherungsdenken stark“ ausgeprägt, kritisierte Bohnert. Vom Bundestag wünsche er sich, daß dieser eine kritische Bilanzierung des Afghanistan-Einsatzes vornehme.

 

 

Probleme des Mittelstandes heute

politische und systemrelevante Faktoren

am Samstag, dem 11. Oktober 2014
Sängerhalle in Stuttgart-Untertürkheim

Ein Bericht findet sich im angefügten PDF
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Buchpräsentation im Württembergischen Automobil Club: Jost Bauch "Mythos und Entzauberung"

"Die längste  Zeitspanne der Menschheitsgeschichte war vom Mythos geprägt"

Am 24. Mai stellte Prof. Dr. Jost Bauch sein aktuelles Buch "Mythos und Entzauberung" im Württembergischen Automobil Club in Stuttgart vor.

Der Autor, Jost Bauch, stellte sich in Stuttgart der Frage:

Gibt es eine mythenfreie Politik?

Mit dem Mythos fing der Mensch an, sich über sich selbst und die Welt Gedanken zu machen. Dabei dachte er nicht analytisch, er dachte in inneren Bildern, metaphorisch, plastisch, allegorisch. Am Anfang der Menschheitsgeschichte stand bei den großen Erzählungen neben Homer, so könnte man sarkastisch anfügen Walt Disney. Die Welt als Comic.  Vielleicht sind wir heute bei der uns umgebenden Bilderflut wieder auf dem Weg zurück zu den Anfängen des menschlichen Denkens. Die Zeichen der Entschriftlichung unserer Gesellschaft sind eindeutig, in oralen Gesellschaften haben Mythen wieder ihre Chance.

Jedenfalls stand der frühe Mensch den Wirkkräften der Wirklichkeit hilflos und ohnmächtig gegenüber. Er war als bipedes Fluchttier im „Absolutismus der Wirklichkeit“, wie das Hans Blumenberg formulierte, gefangen. Er war gezwungen, sich von dem Unvertrauten ein Bild zu machen, wollte er nicht diesem Absolutismus auf immer ausgeliefert sein. Er musste sich von dem Unzugänglichen und Unvertrauten ein Bild machen, diese Paradoxie löst der Mythos auf, er hat ganz  wesentlich eine Entparadoxierungsfunktion. Mit dem Mythos holt der Mensch das Unvertraute ins Vertraute, mit ihm wird das Reden über das Unvertraute im Vertrauten möglich. Man  benutzt dabei einen Trick, der heute bei jeder Form von Systembildung angewandt wird und als moderne Technik gilt. George Spencer Braun nannte diesen Trick „re-entry“.  Die Unterscheidung vertraut/unvertraut wird auf der vertrauten Seite der Unterscheidung wieder eingeführt und wiederholt, die Grenzziehung wird intern auf der einen Seite der Unterscheidung als Grenzziehung dupliziert. So kann man im Vertrauten über das Unvertraute reden. Unzugängliches wird erklärbar und kann durch entsprechende rituelle Handlungen und Tabus zumindest in der Sicht der Akteure beeinflusst werden: Die Götter können besänftigt werden und damit Einfluss auf die Naturgewalten ausgeübt werden. Der Regen kommt zur rechten Zeit und rettet die Ernte und die Jagd wird erfolgreich und die Frauen sind fruchtbar. Auch Hochreligionen arbeiten mit dieser Technik des Re-entry. Durch die Offenbarung bekommt man Einblick in die Transzendenz, mit Gott kann man im Gebet sprechen, wir machen uns ein innerweltliches, immanentes Bild von der Transzendenz, die doch in Wirklichkeit jenseits unseres Vorstellungsvermögens steht.

Ja und dann kommt die Moderne in Form der Aufklärung, die alle mythologischen und religiösen Vorstellungen zerschlagen will. Vernunft versus Mythos. Veritas non auctoritas facit legem. Man will die Gesellschaft more geometrico erklären, muss dabei aber immer wieder auf mythologische Vorstellungen zurückgreifen. Da ist beispielsweise die Vorstellung vom „Naturzustand“ aus dem heraus die Prinzipien einer aufgeklärten Zivilgesellschaft abgeleitet werden sollen.  Vorstellungen vom „bösen Wilden“ (Hobbes) oder vom „guten Wilden“ (Rousseau) stehen am Anfang der Staats- und Gesellschaftskonstruktionen. Doch gibt es einen Menschen im Naturzustand? Ist der Mensch nicht von Anfang an ein soziales und durch Kultur geprägtes Wesen? David Hume war wohl der einzige in der damaligen Zeit, der den Unsinn vom Naturzustand durchschaut hat. Selbst die Bibel  war da weiter. Gott hat Adam geschaffen, der Mensch im status naturalis. Dann stellte er Adam Eva zur Seite, die Gesellschaft war geboren in Form der Gemeinschaft von Mann und Frau. Jetzt nahm die Gesellschaft ihren unheilvollen Lauf. Eva verführte Adam. Der Startpunkt der Gesellschaft war die Vertreibung aus dem Paradies. Der Mensch in dieser Welt ist so von Anfang an ein Sozialwesen. Genauso abstrus ist die Vorstellung der Aufklärer vom „Gesellschaftsvertrag“. Als ob irgendwo in der Welt eine Gesellschaft über einen Vertrag aller inkludierten Individuen geschlossen worden wäre. Das ist ein Ursprungsmythos ins Soziale gewendet. Man suchte einen archimedischen Punkt für den Start einer vernunftgeprägten Geschichte. Mit realer Geschichtsschreibung hat dies nichts zu tun. Kant, so Günter Rohrmoser, schließlich war der Vollender und gleichzeitig der Überwinder der Aufklärung. Er erkannte, dass der Vernunftgebrauch keinesfalls Gott, Glaube, Religion ersetzen kann, weil die Vernunft sich nicht selbst erzeugen kann, es muss einen Grund geben, der der zu gebrauchenden Vernunft vorausgeht. Ohne die regulative Idee Gottes ist das letztlich nicht vorstellbar. So genial Kant in der Erkenntnistheorie und praktischen Philosophie war, in der Geschichtsphilosophie hat er sich vom aufklärerischen Impetus nicht befreien können, er replizierte den Fortschrittsmythos der Aufklärung. Er glaubte an eine providentielle Vernunft in der Geschichte. In Anlehnung an Adam Smith glaubte er an eine „invisible hand“, eine unsichtbare Hand, die trotz der Boshaftigkeit der Menschen diese geradezu in den Status der Legalität treiben würde, weil, selbst, wenn die Welt voll Teufel wäre, diese, wenn sie bei Verstand wären, den Status der Legalität wegen eigener Vorteile anstreben würden. Es grüßt die berühmte „Bienenfabel“ von Bernard Mandeville: „private vices“ mutieren zu „public benefits“. Wie der Titel schon sagt, das ist eine Fabel. Und was ist eine unsichtbare Hand, die in das Weltgeschehen eingreift, nichts anderes als ein mythologisches Bild, vergleichbar mit der mythologischen Vorstellung von der Einflußnahme der Götter und Halbgötter auf die diesseitige Welt.

Also die Aufklärungsliteratur ist nicht mythenfrei, wie überhaupt die Moderne ihre eigenen Mythen produziert. Claude Levi-Strauss kommt zu dem Schluss, dass das moderne wissenschaftliche Denken dem gleichen Muster folgt wie das „wilde Denken“, der „pensee`sauvage“. Die Wissenschaft übernimmt in der Moderne die Funktion des Mythos. Sie dient wie der Mythos der Unsicherheitsabsorption, Unkontrollierbares soll in für den Menschen in Kontrollierbares transformiert werden. Sie ist Teil eines großen Machbarkeitsmythos. Wenn genug geforscht wird, kann der Mensch die Probleme der Gegenwart zur Bewältigung der Zukunft lösen. Allerdings müssen Unterschiede konstatiert werden: Die alten Mythen waren weitgehend rückwärtsgewandt, sie dienten der Bewältigung von Mächten, die aus der Vergangenheit in die Gegenwart intervenierten und es waren naturhafte Gefahren von alten, ewig wirkenden Mächten. Die neuen Mythen dagegen sind vorwärts- und zukunfts-zugewandt, sie dienen der Bewältigung des Unvertrauten, das in der Zukunft liegt. Gefahren werden dabei zu Risiken. Nicht mehr die archaischen Naturkräfte bedrohen heute den Menschen, er bedroht sich selbst. Es entsteht eine neue Risikosemantik, der Mensch schreibt die Bedrohung seiner Existenz sich selber zu, es sind die Folgewirkungen seines Entscheidens und Handelns, die den Menschen zukünftig bedrohen. Selbst Naturkatastrophen schreibt der Mensch sich heute selbst zu, schließlich ist er es, der die Klimaerwärmung initiiert hat. Selbst Tsunamis und Vulkanausbrüche werden nicht als Gefahren sondern als Risiken (eben mit Selbstzuschreibung) wahrgenommen, weil man nicht genug in Frühwarnsysteme und Risikomanagement investiert hat. Das Unvertraute liegt heute in der Zukunft und nicht mehr in der Vergangenheit. Wissenschaft macht Kontingenzbewältigung möglich, die Komplexität möglicher Entwicklungen wird auf gewünschte Szenarien reduziert. Insgesamt ist dies eine Verlängerung mythologischen Denkens, das sich dann auch in mythologischen Beschwörungsformeln Ausdruck verleiht. Eine Beschwörungsformel lautet: „Nachhaltigkeit“. Man will nur das bewirken, was man bewirken will (möglichst ohne Nebenwirkungen) und das möglichst „zukunftsfest“. Kolloteralschäden des augenblicklichen Entscheidens  des Menschen erscheinen als die neuen Mächte der Finsternis und müssen durch Verwissenschaflichung vermieden werden. Eine andere Beschwörungsformel lautet: „Prävention“. Prävention ist gleichsam ein Fenster in die Zukunft. Ich kann schon heute Probleme lösen, die ich erst in der Zukunft haben werde. Prävention, so wollen es die wissenschaftsgläubigen Sozialplaner mit Festanstellung uns weisemachen, ist Unsicherheitsabsorption mit Garantiesiegel. Es lebe der Mythos von der Beherrschbarkeit von Welt.

Erst recht ist die Politik  ohne mythologische Basierung  undenkbar. Diese Einsicht verdanken wir George Sorel, diesem französischen Denker, der nie die Aufmerksamkeit bekam, die er eigentlich verdient hätte. Politik ist nach Sorel nicht mythenfrei, weil es in der Politik immer um „Wollungen“ und nicht um Wahrheit geht. Wollungen sind mit Kampf verbunden. Politik ist ein Feld des immerwährenden Kampfes zwischen Ideologien, Interessen und Einflusssphären. Dazu müssen Massen bewegt und motiviert werden. Und das geht nicht ohne Mythos. Denn ein Mythos ist die „phantasierte Vorwegnahme des Kommenden“, er hält wie ein Schwungrad die Massen in Bewegung, er versorgt die Massen mit Bildern, die es lohnenswert erscheinen lassen, sich für die mythologisch unterlegte soziale Bewegung bis zur Selbstaufgabe zu engagieren. Mythische Bilder erzeugen Begeisterung für eine gerechte und erstrebenswerte Sache (was Missbrauch nicht ausschließt!), egoistische Motive treten in den Hintergrund, es stellt sich „Erhabenheit“ ein, der Mensch wird erst jetzt zu einem moralischen Wesen.  Sorel exemplifiziert dies anhand der syndikalistischen Bewegung innerhalb der Arbeiterbewegung. Er stellt sich damit gegen den staatsbejahenden Reformsozialismus, den er als Imagination einer Funktionärskaste identifiziert. Die mythologisch unterlegte Erhabenheit findet er in vielen sozialen Bewegungen: Er findet sie in der frühhellenistischen Geschichte, er findet sie bei den katholischen Mönchen, er findet sie bei den napoleonischen Armeen und er findet sie in den deutschen Befreiungskriegen, wo die mit Quiriten-Tugenden ausgestatteten Deutschen den französischen „Hasenfüßen“  eine Lektion nach der anderen erteilten. Entscheidend für Sorel ist, dass die mythologisch unterlegten sozialen Bewegungen die Geschichte verflüssigen. Alte, petrifizierte Verhältnisse werden umgestoßen. Denken wir nur an die deutsche Wiedervereinigung. Plötzlich hatten die Massen des Volkes die Entwicklung in der Hand, die Berufspolitiker konnten nur reagieren. Mythologisch wurden die Großdemonstrationen in Plauen und Leipzig von dem alten Traum von „Einigkeit und Recht und Freiheit“ angetrieben und damit war das Volk und nicht die behäbige Politikerkaste, die alles am liebsten verhindert hätte, geschichtsbildend. Mythen bilden so soziale Bewegungen aus, die verhindern, dass Politik alleine zum Geschäft einer polit-bürokratischen Klasse wird. Ein Mythos mobilisiert den Volkswillen und verflüssigt Politikformen. Das routinisierte Alltagsgeschäft der Politik wird aufgebrochen und neue Horizonte entstehen. Im Sorel’schen Sinne ist der Mythos ein Evolutionsbeschleuniger. Eine mythenfreie Politik wäre das Ende der Geschichte, wir wären dann im Orwell`schen Superstaat angekommen, der nur noch die Verordnung kennt. Ein Schelm, wer da an Brüssel denkt.  

Wir Deutschen sind im übrigen besonders von Mythen umstellt. Als verspätete Nation (Plessner) ist es uns erst sehr spät gelungen, einen rational organisierten Nationalstaat auf die Beine zu stellen. Wie Heine schrieb, lugt in Deutschland das Mittelalter immer wieder in die Gegenwart, die Romantik war vorherrschend, nicht der Rationalismus. Der deutsche Zentralmythos ist das „Nibelungenlied“. Hier wird ein Fest der germanischen Tugenden gefeiert, es geht um Treue, Opferbereitschaft, Ehre, Ehrlichkeit, also um Interaktionsmoral. Diese Interaktionsmoral aus den Wäldern Germaniens beherrscht bis heute das deutsche Politikverständnis. Politik ist wie bei anderen Völkern kein Geschäft, keine Seinssphäre eigenen Rechts, wo Kompromisse ausgehandelt und Interessen durchgesetzt werden. Politik ist in Deutschland von Anfang an moralisch, es geht nicht um das gerade noch Machbare, es geht um das Gute und Richtige. Politik ist im Übermaß moralisch aufgeladen. Cora Stephan spricht von einer „Betroffenheitssemantik“ im deutschen Politikverständnis, womit das Wesen des Politischen eigentlich verfehlt wird. Der Deutsche ist eigentlich unpolitisch oder besser apolitisch, er politisiert mit unpolitischen Mitteln nicht erkennend, dass makropolitische Prozesse, wo es um Interessenformulierung und Abwägung von sozialen Großverbänden geht, schlecht mit der  familiären Hausmoral und dem interaktionsnahen Sippenethos zu gestalten sind. So ist es nicht verwunderlich, dass bis heute mit der Moralkeule in der Politik bevorzugt gearbeitet wird. Da passt besonders der Antifaschismus als bundesrepublikanische Staatsraison gut ins Repertoire  der Politikinszenierung. Allerdings muss man dabei den ideologischen Wandel des Antifaschismus im Auge haben. In der DDR-Lesart war der Faschismus Teil des Imperialismus und dieser war ein historisch notwendiges Übergangsstadium zum Sozialismus. Der Faschismus war gleichsam die letzte Front, die der Kapitalismus gegen den Sozialismus aufbauen konnte, er war mehr oder weniger eine notwendige Geschichtsepoche im Übergang zum Sozialismus (die sog. Dimitroff-These). Mit der Wiedervereinigung wurde aber diese Geschichts-deterministische These des historischen Materialismus zu Grabe getragen  und machte einer „bürgerlichen“ Vorstellung von Faschismus Platz. Dabei geht es einmal wieder – das Nibelungenlied läßt grüßen – um Moral. Es geht um Attitüden, um Einstellungen, um Faschismus-affine Charaktereigenschaften,  die nur mit psychologischen Mitteln wie Bloßstellen, Denunziation und Rufmord-Kampagnen bekämpft werden können.  Adornos Studien zum „autoritären Charakter“, den er den Deutschen zurechnete, standen dabei Pate. Der Deutsche hat sich einer andauernden „psychologischen Reeducation“ zu unterziehen. Das vom Soziologen und Systemtheoretiker Talcott Parsons empfohlene Gegenmodell des Aufbaus demokratischer Institutionen, die dann die demokratische Umerziehung von alleine leisten, wurde nach dem Kriege von den Befürwortern der psychologischen Umerziehung verworfen. So befinden wir uns in der paradoxen Situation, dass die selbsternannten Antifaschisten, die alles bekämpfen, was ansatzweise deutsch ist, politisch im Grunde „urdeutsch“ argumentieren, der Germanen-Mythos lebt in Ihnen weiter. Die Politik in Deutschland hat sich in den letzten Jahren zunehmend antifaschistisch ausgerichtet.  Es gilt, diese politische Einseitigkeit zu beenden, sonst ist die Demokratie in Gefahr. Nach zwei Diktaturen, 12 Jahren Faschismus und über 40 Jahren Kommunismus brauchen wir einen „antitotalitären Konsens“, der auch die linke Seite des politischen Spektrums in den Blick nimmt. Wir brauchen einen Rückgriff auf den „Freiheitsmythos“, einen politisch symmetrischen Freiheitsbegriff, der die politischen Ränder rechts und links gleichermaßen verwirft. Vorbilder für einen solchen Freiheitsmythos gibt es in der deutschen Geschichte genug: Denken wir an die Varus-Schlacht, das Hambacher Fest, die Befreiungskriege, die Paulskirche, die Bauernkriege, Luthers Kampf gegen Rom und schließlich der Glücksfall der friedlichen Wiedervereinigung.

Jost Bauch: Mythos und Entzauberung. Politische  Mythen der Moderne. Gerhard Hess Verlag. Bad Schussenried 2014, broschiert, 186  Seiten, 16,80 Euro


Auf der Frankfurter Buchmesse stellte Jost Bauch seine Publikation am Stand der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT vor.

Ein Videomitschnitt ist hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=mVbYZrmJh8w&list=UUXJBRgiZRZvfilIGQ4wN5CQ

Ehe und Familie in der europäischen Auseinandersetzung

Sophia Kuby M.A. - Vortrag und Diskussion - Stuttgart, 1. Februar 2014

Sophia Kuby hat an der Hochschule für Philosophie in München den Magistergrad erlangt, war Sprecherin des weltweiten Mediennetzwerks "Generation Benedikt" (heute "Initiative Pontifex"), war in der Marketing- und Pressearbeit tätig und ist seit 2010 Executive Director bei der Nicht-Regierungs-Organisation "European Dignity Watch" in Brüssel. Sie ist zum katholischen Glauben konvertiert und setzt sich für die Bewahrung der Freiheit und den Schutz des menschlichen Lebens und der Familie ein.

Sicherheitspolitisches Seminar - Tübingen, 9. November 2013

Das Sicherheitspolitische Seminar des Studienzentrums Weikersheim war in drei Teile gegliedert und als Grundlagenseminar gedacht, um besonders junge Menschen an das Thema Sicherheitspolitik heranzuführen. Daher stand beim ersten Vortrag mit dem Thema: „Die globalisierte, eng verflochtene Welt, Chancen und Risiken, geopolitische Rahmenbedingungen, vitale deutsche Interessen und deren Schutz“ von General a.D. Farwick zunächst einmal die Weltkarte im Zentrum, anhand derer er auf derzeitige Verschiebungen in den Interessenssphären einzelner Staaten aufmerksam machte. General Farwick machte deutlich, dass Deutschland es sich nicht mehr länger leisten könne, Sicherheitspolitik so stiefmütterlich zu behandeln und sich selbst unter einer ständig existenten sicheren Glocke zu wähnen. Insbesondere die Tatsache, dass die USA ihre Interessensphäre schon seit Jahren Richtung Pazifik verschieben, lasse es für die Europäer zur Notwendigkeit werden, vor ihren eigenen Toren die sicherheitspolitischen Hausaufgaben zu machen und koordiniert zusammenzuarbeiten. Das Gegenteil sei stattdessen der Fall. Die Amerikaner wünschten sich hingegen ein, auch in militärischer Hinsicht, starkes Deutschland als verlässlichen Partner innerhalb der NATO. Keinen Zweifel ließ der ehemalige Generalstabsoffizier an der Notwendigkeit einer guten Zusammenarbeit innerhalb des Nordatlantischen Verteidigungsbündnisses.

Seine Hauptkritik gegenüber der jetzigen Regierung stützt Farwick auf jegliches Fehlen von Institutionen, die sich mit globalen Risiken beschäftigen, unterschiedliche Szenarien durchspielen und Lösungsmöglichkeiten umreißen. Zu spontan und wenig konsequent sei daher die Reaktion auf unterschiedliche Konflikte, eine richtige Leitlinie lasse sich nicht erkennen. Ein möglicher Lösungsvorschlag, so Farwick, läge in der Installation eines nationalen Sicherheitsberaters im Kanzleramt, der die Bundesregierung systematisch in einer Art Ampelsystem über Konflikte in der Welt aufklären und informieren könne. Dies freilich setze zunächst einmal voraus, dass die Regierung überhaupt willens wäre, eigene vitale Interessen –  wie z.B. den reibungslosen Handel auf den Weltmeeren –  sicherzustellen. Eine solche Interessendefinition allerdings fehle vollständig.

In seinem zweiten Vortrag „Welche Streitkräfte braucht Deutschland innerhalb der NATO?“ machte er zunächst noch einmal deutlich, dass es für ihn zur NATO bis dato keine Alternative gebe und dass sich Deutschland notwendigerweise – gemessen an seiner Wirtschaftskraft – angemessen innerhalb der NATO engagieren müsse. Es könne nicht angehen, dass immer nur die anderen Länder, allen voran die USA, die Hauptlast trügen. Der politische Wille müsse dazu jedoch vorhanden sein.

Im dritten Vortrag berichtete der Kapitänleutnant Björn Schreiber von seinen Erfahrungen aus unterschiedlichen Auslandseinsätzen. An ganz praktischen Beispielen stellte er dar, welchen Herausforderungen der junge Truppenführer im Einsatz gegenüber steht. Unmittelbar im Anschluss an den Vortrag, entfachte sich eine Debatte darüber, wie es in Zukunft ohne Wehrpflicht noch möglich sein wird, geeigneten Nachwuchs zu finden. Trotz aller unterschiedlicher praktischer Vorschläge und Ideen war sich der Teilnehmerkreis einig darüber, dass die Hauptherausforderung gesellschaftlich darin bestehe, den Beruf des Soldaten nicht nur als notwendig, sondern als einen Beruf sui generis anzuerkennen und wertzuschätzen.

In der Abschlussdiskussion, die von Herrn Prof. Stahl geleitet wurde, kamen nochmals alle möglichen Aspekte des Seminars zur Sprache. Vermutlich wäre der Gesprächsstoff auch die ganze Nacht über nicht ausgegangen. Insbesondere die Frage, inwiefern man sich außenpolitisch an Russland annähern sollte, sorgte nochmals für eine kontroverse Diskussion. Insbesondere die Tatsache, dass sehr viele junge Teilnehmer anwesend waren und sich nach jedem Vortrag rege an den Debatten beteiligten, ließ das Seminar zu einem Erfolg werden. Weitere Veranstaltungen dieser Art werden durch Studienzentrum Weikersheim geplant und durchgeführt werden.

Jahrestagung 2013

 

• DEUTSCHLAND 1813 - 2013.

DEUTSCHE IDENTITÄT AM BEGINN DER MODERNE UND IN DER GEGENWART.

Eine Woche vor richtungsweisenden Wahlen. Was kommt auf Deutschland zu?
Dieter Farwick, BrigGen a.D.

Das Epochenjahr 1813. Militärische und politische Aspekte der Befreiungskriege.
Dr. Dirk Reitz

Der deutsche Idealismus
Prof. Dr. Harald Seubert

"Die Nationen fallen, aber sie erheben sich an den Denkmälern der Kunst und Wissenschaft wieder" - Karl Friedrich Schinkel und die ästhetische Erziehung der Deutschen.
Prof. Dr. Michael Stahl

Der lange Abschied vom Nationalstaat. Anmerkungen zur Dekonstruktion der Nation.
Prof. Dr. Jost Bauch

Lesung: Texte zur deutschen Identität um 1800 (Harald Seubert / Michael Stahl)

Musikalische Umrahmung: Lomonosov-Trio

Jahrestagung 2012

 

• DEUTSCHLAND UND EUROPA IN DER GLOBALEN WELT.

Kants Verfassung der Freiheit. Das heutige Prinzip des Rechts.
Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider

Europäisches und christliches Erbe in einer veränderten Welt. Herkunft und Zukunft.
Prof. Dr. Harald Seubert

"Wir werden nur bestehen, sofern wir uns eine neue Antike schaffen" (H. v. Hofmannsthal). Ein neuer Humanismus für eine andere Moderne.
Prof. Dr. Michael Stahl

Deutschland vor Jahren grundsätzlicher Entscheidungen. Die Rolle Deutschlands in der globalisierten, eng verflochtenen Welt.
Dieter Farwick, BrigGen a.D.

Entwicklung des Konservatismus in den USA
Prof. Dr. Paul Gottfried

Ulrich Schacht - Lyrik, Prosa, Essay

Lisa Schachtschneider - Klavierkonzert

 

Die Vorträge der Jahrestagung 2012 sind in der Dokumentation Neue Folge Band I veröffentlicht.

 

 

 

 

Weitere Vorträge:

Hermann Hesse.

Das Leben des Glasperlenspielers.
Dr. Heimo Schwilk
Der Autor Heimo Schwilk stellt seine Biographie über einen der bedeutendsten deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts vor.
Marbach, Mai 2013


Glückliche Kinder.

Gesunde Gesellschaft.
Christa Meves
Der Vortrag ist in der Dokumentation Neue Folge Band I veröffentlicht.
Marbach, Mai 2012


Für einen modernen Konservatismus.

Prof. Dr. Harald Seubert
Der Vortrag ist in der Dokumentation Neue Folge Band I veröffentlicht.
Stuttgart, Oktober 2011


Prof. Dr. Harald Seubert

Die Zukunft des Euro und Europas

Prof. Dr. Joachim Starbatty
Der Vortrag ist in der Dokumentation Neue Folge Band I veröffentlicht.
Stuttgart, Oktober 2011